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WHY Expressive Groups

Klassische Marktforschung stößt dann auf ihre Grenzen, wenn es darum geht komplexe und tiefgehende Sachverhalte zu analysieren. Die Gründe hierfür liegen im fehlenden Bewusstsein auf Konsumentenseite über die eigenen Motive, in der fehlenden Mitteilungs-Bereitschaft (etwa bei tabuisierten Themen) oder auch in der eingeschränkten Artikulationsfähigkeit der Befragten. Nur wenige Konsumenten können und wollen ihre Gefühle wirklich punktiert und vollständig kommunizieren.

Mit der Methode Expressive Groups verfügt WHY über ein Tool, das primär auf der non-verbalen Ebene ansetzt und psychische Kontrollprozesse auf Seiten der Konsumenten weitgehend zurückdrängt. Auf diese Weise entsteht ein äußerst lebendiges, oft überraschendes Bild der wahren Konsumentenmotive, das neue und verlässliche Handlungsorientierungen für das Marketing aufzeigt. Der Einsatz von WHY Expressive Groups ermöglicht einen systemischen Blick auf Marke & Verbraucher.

Typische Einsatzfelder für WHY Expressive Groups liegen in der tiefgehenden Betrachtung von Märkten und Marken, im Aufdecken relevanter Positionierungsmöglichkeiten und der Analyse schwer zugänglicher (tabuisierter) Themengebiete.

Eingesetzte Techniken im Rahmen der WHY Expressive Group-Durchführung sind u.a.:

  • Rollenspiele: hier werden Teilnehmer darum gebeten, eine bestimmte Rollen zu übernehmen (beispielsweise des Verwenders einer bestimmten Marke) und als Szene darzustellen. Ziel ist es, dass die Teilnehmer eigene Ansichten und Einstellungen durch das Spiel in die Rolle hineinprojizieren und dadurch sonst nicht erkennbare Erlebnisse und Erfahrungen offen gelegt werden. Der spielerisch-ablenkende Effekt hilft dabei, Rationalisierungen und stereotype Frage-Antwort-Muster zu umgehen.

 

  • Psychodrawing: auch hier werden Erkenntnisse der klinischen Psychologie herangezogen: Zeichnen gilt als mögliche Ausdrucksform der menschlichen Persönlichkeit. Insbesondere emotionale und intuitive Gesichtspunkte können durch malen oder zeichnen oft besser vermittelt werden als durch verbale Umschreibungen. Zudem unterliegen Zeichnungen in geringerem Maße psychischen Kontrollprozessen, so dass auch unbewusste oder verdrängte Inhalte in das Bild mit einfließen können.

 

  • Imagery: Bilder sagen mehr als Worte. Durch den Einsatz eines vorgegebenen Symbolsatzes mit unterschiedlichsten psychologischen Sujets können interessante und inspirierende Einblicke zur bestehenden aber auch idealtypischen Bildwelt einer Marke gewonnen werden.

 

  • Mindmappings: hier werden alle relevanten bekannten und vermuteten Merkmale eines Gegenstandes (z.B. einer Marke) zusammengetragen und anschließend auf ihre Bedeutungsgehalte hin analysiert
    Ordnungstechniken: die Strukturierung bestimmter Produkte oder Marken nach frei wählbaren oder auch vorgegebenen Kriterien. So entsteht z.B. schnell eine greifbare, Marktstruktur aus Konsumentensicht, die als Grundlage für weitere Vertiefungen dient

 

  • Freie Assoziationstechniken

Eine WHY Expressive Group setzt sich in der Regel aus ca, zehn Teilnehmern zusammen. Die Dauer einer Expressive Group variiert je nach Umfang der Aufgabenstellung zwischen vier und acht Stunden.

 

 

 

 

 
 

 

 
 
 
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